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Daisuki

Robert Pattinson im Interview

Robert Pattinson spielt den wunderschönen Vampir Edward Cullen
Wie fühlt es sich an, das neue Idol für Teenager zu sein?
Ähm, ich weiß nicht. Es fühlt sich nicht nach etwas Besonderem an. Man wird auf einmal einfach so bezeichnet, aber ich fühle mich nicht anders. Es ist verrückt, es kam einfach so plötzlich und aus dem Nichts. Es ist echt komisch, ich hätte nicht erwartet, dass so etwas passieren würde - besonders nicht durch diesen Film!

Wie viele Mädchen bitten Dich, sie zu beißen?
Ich habe da keine genauen Zahlen. Ich bekomme viele Beiß-Anfragen. Das ist echt komisch. Ich habe es noch nie gemacht - vielleicht sollte ich mal tun, damit ich nicht mehr gefragt werde!
Aber manchmal kommt wirklich diese Bitte und ich sage: "Nein, ehrlich, ich kann Dich nicht beißen! Das wäre nicht legal!" Und dann sind sie verärgert. Und ich sage: "Du willst doch nicht wirklich von mir gebissen werden?! Nun sei nicht eingeschnappt."

Welche Fans sind extremer, die Twilight-Fans oder die Harry-Potter-Fans?
Ich weiß nicht? Extrem sind sie alle nicht. In Harry Potter habe ich ja nur eine Nebenrolle gespielt und war lange nicht so beliebt wie Daniel Radcliffe. Bei der Premiere von Harry Potter und der Feuerkelch war ich eher der Typ in der dritten Reihe, für den sich nicht so viele interessierten. Aber es hat sich schon verändert, seit ich jetzt mit einer Hauptrolle bekannt geworden bin. Mittlerweile spüre ich schon ziemlichen Druck.

Echt? Kristen sagte uns, sie würde keinerlei Druck spüren.
Echt? Wow?! Beim Drehen selbst habe ich mich auch noch nicht unter Druck gesetzt gefühlt, aber jetzt, da man so genau beobachtet wird, ist es schon etwas anderes.
Mein soziales Leben hat sich schon ziemlich verändert in den letzten drei Monaten. Auf einmal muss man aufpassen was man sagt, weil alle wissen, wer du bist. Und Leute sind gleich viel kritischer bei Kleinigkeiten, die du laut sagst. Du kannst so schnell unbewusst jemanden angreifen, und dann drehen gleich alle durch!

Hast Du irgendwie Angst, die Erwartungen der Fans nicht zu erfüllen?
Zum Glück wusste ich gar nicht, wieviele Fans es gibt, als ich den Film gedreht habe. Ich selbst war der einzige, der Erwartungen an mich gestellt hat. Ich habe auch auf keine anderen Meinungen, außer die von Catherine, unserer Regisseurin, gehört. Es ist jetzt natürlich etwas anderes, wenn ich an den nächsten Teil denke. Das ist schon etwas unheimlich.

Sich vom Rest der Welt abschotten

Robert und seine Film-Bella Kristen Stewart in München

Wie hast Du dich auf Deine Rolle vorbereitet?
Ich habe mich in Oregon von allen Leuten, auch von meinen Freunden, etwa zweieinhalb Monate lang zurückgezogen. Ich habe erst mal niemandem von der Rolle erzählt und wollte mich kurze Zeit vom Rest der Welt abschotten. Ich denke, das hat mir geholfen.
Manche Leute machen verrückte Sachen, um sich auf eine Rolle vorzubereiten, aber ob sich das wirklich auszahlt, erfährt man erst im Nachhinein.

Hast Du für die Vorbereitung irgendwelche anderen Vampirfilme angesehen?
Nein, eigentlich nicht. Ich hab mir eher Geschichten von Figuren angeguckt, die Aussenseiter sind. Ich denke es wäre Quatsch, wenn ich in eine typische Vampir-Rolle geschlüpft wäre. Nicht, dass ich etwas gegen Vampire hätte...

Du bist Brite, musstest Du extra American English lernen?
Oh, nein, nein. Ich mochte den Akzent schon immer und bin mit amerikanischen Filmen aufgewachsen. Aber meine Körpersprache hat sich auf jeden Fall damit verändert: Briten sind irgendwie glatter, aufrechter. Und die Amerikaner kommen ein bisschen lässiger rüber. Es ist komisch und fühlt sich irgendwie anders an.

Jeder redet von Dir, und ich habe gehört, Du wirst mittlerweile sogar mit James Dean verglichen! Wie denkst Du über diesen Hype?
Das ist irgendwie erschreckend. Je mehr Leute Dich jetzt sehen und sich eine Meinung über Dich bilden, desto mehr Leute sehen auch genau hin, was Du als nächstes machst. Deshalb hat man das Gefühl, man kann nicht zu viele Risiken eingehen.
Wenn Du andere Rollen annimmst, nachdem Du eine erfolgreiche Figur gespielt hast, dann wird erwartet, dass Du die Fans, die Dich groß gemacht haben, sozusagen mitbringst. Es ist eine Gabe und gleichzeitig ein Fluch. Aber wenn Du versuchst, immer gute Arbeit zu machen, sollte es egal sein, was die Leute über Dich sagen. Dann kanst Du hoffentlich immer machen, worauf Du Lust hast!

Musik und Mädchen...

Filmszene: Edward in Bedrängnis...
Wir haben bisher noch keine Bilder von Freundinnen gesehen. Wirst Du uns bald eine präsentieren? Viele Fans wären sicher traurig darüber! ^_^
Im Moment ist es echt heftig: Mit allen Mädchen, oder auch Männern, mit denen ich gesehen werde, habe ich laut Presse ein Date. Sogar mit meinem Manager! Irgendwann tauchte ein Foto von meinem Manager und mir in der Zeitung auf und alle fragten sich: "Who is Rob's mystery man?" Und ich sagte denen nur: "Hey, das ist doch nur mein Manager!"

Was, denkst Du, ist so besonders an Edward, dass jedes Mädchen sich in ihn verliebt?
Ich weiß nicht genau? Manchmal geht es ja echt so weit, dass die Mädchen absolut besessen von ihm sind! Ich habe viele Fans gefragt und die meisten sagten: "Weil er sooo sexy ist!"
Aber einige meinten: "Ich denke, es ist die Art, wie er Bella liebt." Das denke ich auch. Wenn der einzige Grund der wäre, dass er sexy ist, wäre das doch irgendwie eine Beleidigung für die Figur. Das wäre doch eher lächerlich. Ich denke, es liegt an ihrer besonderen Beziehung.

Hast Du alle vier Bände gelesen?
Nein, ich habe den letzten Band noch nicht gelesen - ich will nicht wissen, wie es zu Ende geht.

Wie gefallen Dir denn die Romane?
Ich finde sie echt gut. Es ist eben eine eigene Welt, die Stephenie da erschaffen hat. Ich verstehe auf jeden Fall, dass Bis(s) so viele Fans hat, da man sich besonders gut in die Atmosphäre hineinversetzen kann. Die ganze Geschichte ist einfach etwas Besonderes, vor allem natürlich für Mädchen, aber eigentlich kann jeder etwas darin finden.

Hast Du zuerst die Bücher oder das Drehbuch gelesen?
Ich habe zuerst das Drehbuch gelesen. Dann habe ich gehört, mit wem ich arbeiten würde. Und ich verstehe mich sehr gut mit Kristen und Catherine! Ich wollte den Film machen, egal, wie die Bücher gewesen wären. Ich habe dann alle drei Bücher an zwei Tagen gelesen und Catherine gleich eine E-Mail geschrieben, dass ich die Rolle des Edward unbedingt spielen muss!

Hast Du auch mit Stephenie Meyer über Deine Rolle gesprochen?
Ja, ein bisschen. Sie war ab und zu am Set und hat mir das Manuskript von Midnight Sun gezeigt, das unfertige und unveröffentlichte Manuskript, das die ganze Geschichte aus Edwards Sicht erzählt.
Wir haben nicht so viel miteinander gesprochen. Sie war, glaube ich, sehr angetan von der Arbeit, die da ablief. Gleichzeitig wusste sie, dass die Fans ihrer Bücher mit mir als Edward im Film nicht so sehr glücklich waren und hat dann auf ihrer Homepage erklärt, wie toll ich in die Rolle des Edward passe - das war wirklich sehr lieb von ihr! Aber so richtig viel habe ich sie nicht um Hilfe gebeten.

Edward im zweiten Teil

Das war ein riesiges Gedrängel beim Twilight-Event in München - alle wollten die zwei Hauptdarsteller sehen!
Du hast bisher zwei Songs veröffentlicht: "Never think" und "Let me sign". Hast Du sie selbst geschrieben und wird es noch mehr Musik von Dir geben?
Mein bester Freund hat Let me sign geschrieben. Er ist ein toller Musiker. Ich habe Never think letztes Jahr geschrieben, ich wollte mal Musik machen. Ich weiß irgendwie gar nicht mehr, wie der Song auf den Soundtrack von Twilight gekommen ist. Catherine mochte ihn irgendwie.

Planst Du eine Zukunft als Sänger?
Nein, im Moment nicht. Das sähe so aus, als wäre es nur Geldmache. Außerdem hätte ich sowieso nicht genug Lieder für ein ganzes Album. Ich brauche ungefähr ein Jahr, um einen Song zu schreiben - das würde also nichts werden!

Bist Du bereit für die anderen drei Teile der Bis(s)-Reihe? Für den zweiten hast Du ja schon unterschrieben.
Ich weiß nicht, ob ich "bereit" bin, aber ich versuche, es gut zu machen und habe auch schon viele Ideen für den zweiten Film. Um einen dritten habe ich mir noch nicht wirklich Gedanken gemacht...

Im zweiten Teil, "New Moon", ist Edward ja kaum anwesend...
Na ja, er ist am Anfang und am Ende da. Und mir gefällt die Art, wie er in der Mitte des Buches doch immer anwesend ist, wenn auch nicht körperlich. Das ist diese ominöse Präsenz über das ganze Buch hinweg!
Und dann ist da natürlich noch das wahnsinnig dramatische Ende...! Bellas und Edwards Beziehung ist im zweiten Teil wirklich anders. Es wird kein fröhlicher Film, keine große Liebesgeschichte mehr, es wird härter und es reiht sich ein Problem für die beiden an das nächste.
Und das ist meiner Meinung nach viel romantischer. Die zwei müssen viel mehr um ihre Liebe kämpfen, weil alles auseinander zu brechen droht. Und dann kommt ja auch noch Jacob! Teil zwei ist auf jeden Fall mein Lieblingsbuch aus der Bis(s)-Reihe.

Gute Vorbereitung

Filmszene: Ein Baseball-Spiel gerät außer Kontrolle...

Im zweiten Teil will Edward versuchen, sich umzubringen. Wie bereitest Du Dich auf diesen Part vor?
Es ist schwer. Es ist eine Art Verpflichtung, die Du eingehst, so eine Situation gut rüberzubringen. Ich habe Edward schon im ersten Roman als einen traurigen Charakter angesehen, auch wenn Glück und Liebe hier noch überwogen haben. Also habe ich mich schon für den ersten Teil mit seiner depressiven Seite beschäftigt. Ich weiß schon, wie ich diesen ruhigeren Edward spielen kann und werde die beiden Monate vor dem Dreh nutzen, um ein bisschen runterzukommen und mich in diese melancholische Stimmung zu versetzen. Er ist im zweiten Teil total am Boden. Natürlich ist es auch für mich viel schwerer, mich in so eine Rolle zu versetzen als eine super glückliche Person zu spielen.

Hattest Du als Kind eigentlich Angst vor Vampiren oder anderen Kreaturen?
Ähm, naja, ich kann jetzt schlecht behaupten, dass ich an Vampire geglaubt habe...


Vielen lieben Dank für das Interview, Robert, und weiterhin viel, viel Erfolg, in Deiner Karriere genauso wie in Deinem Privatleben.