|
Dr. Kisu heißt Euch
herzlich in seinem
gemütlichen
Wartezimmer willkommen!
|
|
|
|
Zunächst einmal wurde im Jahr 1901
das
AB0-System verfasst, also die
Aufteilung des
menschlichen Blutes in die
vier Arten A, B, AB und
0 (null). Etwa 15 Jahre später fand der japanische Arzt
Kimata Hara zum allerersten Mal charakteristische Tendenzen in diesen vier
verschiedenen Blutgruppen...
|
Wenn Japaner morgens das
Frühstücksfernsehen einschalten, darf die
aktuelle
Blutgruppenanalyse für den anstehenden Tag auf
keinen Fall fehlen - so kann man sich gleich
optimal auf die kommenden Stunden
vorbereiten!
Solche
Voraussagungen gibt es natürlich
nicht
nur im japanischen Fernsehen, sondern
auch in
jeder
Frauenzeitschrift. Wie bei uns über die beliebten
Horoskope, können Japaner in
sämtlichen
Medien
alles über ihre derzeitige
persönliche Situation aufgrund ihrer
Blutgruppe erfahren.
Sehr
beliebt sind auch
Partnervermittlungen über den
Bluttyp! Es gibt Agenturen, die ihre liebeshungrigen Kunden
gezielt über die
Blutgruppe verkuppeln - damit auch ja
nichts schiefgehen kann beim jungen Glück!
Hmmm,
wo bleibt denn da die
Romantik?! ^_^
Da die
Blutgruppenanalyse
außerhalb
Japans weitestgehend unpopulär ist, kennen viele Nicht-Japaner ihren Bluttyp
gar
nicht. In
Japan ist die
Frage nach der Blutgruppe allerdings
so normal wie hierzulande nach dem
Sternzeichen - dass man seinen Typ
nicht kennt, können Japaner somit
überhaupt
nicht nachvollziehen.
Auch beim Shoppen muss man im Übrigen
nicht auf passende
Goodies verzichten: Wie wäre es z.B. mit einem
Blutgruppen-Kaugummi? Ob
Softdrinks,
Plüschtiere oder Kalender, eine Bluttypenanalyse findet sich im japanischen Alltag
einfach
überall!
Je nachdem,
wie viele Menschen eines Bluttyps sich in einer
Gruppe befinden, wird
diese nach dem
Prinzip der Gruppendynamik bewertet:
Überwiegen Menschen des
Typs 0 oder
B,
dann gilt diese Gruppe als
äußerst aktiv. Im Gegenteil dazu verbreitet eine Gemeinschaft, die
hauptsächlich aus Menschen mit der
Blutgruppen A oder
AB besteht, eine
eher
passive Atmosphäre...
Nach
dieser "Regelung" schätzt man
in Japan sogar ganze
Städte aufgrund ihrer jeweiligen
Bevölkerung ein!
Tokyo,
Osaka und
Nagoya z.B. gelten als extrem
lebhaft,
Kyoto wird als
passives Gegenstück angesehen.