Wie der Name schon sagt, besteht ein Kurzmanga aus weniger Seiten als ein Manga im Taschenbuch-Format. Ein gängiger Umfang für Kurzmanga sind um die 20 bis 60 Comicseiten, also ein bis zwei Kapitel. Es gibt aber auch einige, die aus nur drei bis fünf Seiten bestehen und zum Beispiel nur einen Gag erzählen. Ein Kurzmanga kann eigenständig unterhalten, andere Geschichten ergänzen oder eine Gelegenheit für Experimente bieten.
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In einer Kurzgeschichte kommen nicht viele Figuren vor. Oft reichen zwei Hauptfiguren, um die Handlung mit einem Konflikt voranzutreiben – perfekt sind dafür Liebesgeschichten ^_^. Auch bei den Nebenfiguren bleibe ich sparsam: In dem 30-Seiter „Turn Around“ gibt es einen, in dem 60-Seiter „Chasing Hearts“ gibt es zwei bis drei Mitschüler, die mitmischen und dem Leser im Gedächtnis bleiben. Noch mehr Figuren einzuführen, würde ich mir gut überlegen, denn dann bleibt vermutlich nicht mehr genug Platz, um alle ausreichend vor- und darzustellen. Mit so wenigen Figuren zu arbeiten, zwingt einen auch, möglichst nur einen Handlungsstrang aufzubauen. |
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Bei mir fallen die Bewerbungsmappen und Arbeitsunterlagen für Kurzmanga genauso detailliert und strukturiert aus wie für längere Geschichten. Schließlich will ich auch hier beim Skripten nicht von mir selbst überrascht werden, indem ich mir erst später die Details überlege und dann vielleicht sogar widersprüchlich erzähle. Zwar ist mir im Vorfeld klar, dass Handlung und Figuren eines Kurzmanga nicht so ausführlich beschrieben werden wie in einem Manga, aber ich leiste lieber zu viel als zu wenig Vorarbeit. Dann bin ich später sicherer und gleichzeitig flexibler, wenn es um die Frage geht, welche Informationen ich darstelle und wiederhole.
Umgebungsskizzen dienen also nicht als Arbeitsunterlagen – ob die relevant sind, hängt bei mir mehr von der Handlung als vom Umfang ab. Denn sollte ein Kurzmanga zum Beispiel im Weltraum spielen, wären solche Skizzen schon im Vorfeld interessant. Ebenso habe ich den Zwischenschritt ausgelassen, die Handlung eines Kapitels zusammenzufassen, da „Turn Around“ nur aus einem Kapitel besteht. |
Das Drumherum bei einem Kurzmanga ist schnell beschrieben: Es gibt keins. Die typischen Ergänzungen und Ausschmückungen wie Vorwort, Nachwort, Kommentare, Hintergrundinformationen, Comicstrips und Chibi-Illustrationen zwischendurch fallen meistens weg. Letztendlich hängt es natürlich von der Plattform oder dem Verlag ab, ob hinterher nicht doch noch eine Kleinigkeit ergänzt wird. Dann könnten sie zusätzlich erscheinen.
So etwas würde ich aber auf keinen Fall in die zur Verfügung stehenden Comicseiten mit einplanen. Man wird den Platz ganz bestimmt brauchen, um die Geschichte ausführlich genug zu erzählen. Sonst könnte es passieren, dass die Handlung nicht ganz nachvollziehbar ist und die Figuren nicht lebendig erscheinen.
Ich hoffe meine Tipps helfen Euch dabei, eigene Geschichten zu entwickeln! Ran an die Federn, los, los!
Liebe Grüße,
Eure André
P.S.: Wer mehr von Andé lesen möchte, kann sich in ihrem Blog umschauen!